Viele haben gefragt, warum nur hast du nicht geschrieben, wieso du durchgefallen bist? Was waren die Gründe? Wer mich das direkt gefragt hatte bekam auch eine entsprechende und bestimmt ausführliche Shilderung der Dinge. Die meisten sind sehr empört gewesen und haben von der Idee bis zur Methode alles am "Plan Polen" in Frage gestellt, wollten beim nächsten mal persönlich mitkommen und dem Prüfer in die Augen schauen, schlugen vor 'ne Flasche Vodka neben den Prüfer einfach in den Fußraum zu legen und zu vergessen...' oder sagten "Aller guten Dinge sind 3" und bestärkten mich es noch einmal zu versuchen.
Ich werde es nicht haarklein erklären, sondern einfach sagen: Dem Prüfer hat irgendetwas nicht gefallen, und zwar von Anfang an. Dass dies leider ein sehr hartes Schicksal für die kommenden 45 Minuten bedeuete, die letztendlich sogar 55 MInuten waren, denn anscheinend wurde verlängert, da die Prüfung nicht durch einen kritischen Fehler meinerseits vorzeitig abgebrochen werden konnte, war mehr als entmutigend. Nächstes mal werde ich aber hoffentlich wieder so einen lebensfrohen und direkten Prüfer wie beim ersten mal haben, sonst wärs mal Zeit für sowas ähnliches wie "Holter-die-Polter-Volkmann" (eine Praktik, von der ich gehört habe. In der linkskurve beschleunigen, die Beifahrertür öffnen und mit dem rechten Fuss den unangeschnallten Prüfer raustreten. Prüfer brauchen nicht angeschnallt zu sein, sie sind von dieser Pflicht befreit, allerdings war der letzte zumindest zugeknöpft ;-)
Da ich also nun weiss dass ich nicht nur theoretisch eine Fahrprüfung in Polen bestehen kann, gibts einen letzten, einen schmackhaften, einen schönen Schicksalsversuch.
Leute, das ist nicht mehr die 2. Halbzeit, das sind die letzten Minuten der Verlängerung und es steht 0:2 für Polen - Zeit, Polen im Sturm zu nehmen, wenn ich das mal so Fußballtechnisch oder so formulieren darf...
„Vergib Deinen Feinden, aber vergiß niemals ihre Namen.“