1. Anlauf: Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag Montag Epilog
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Sonntag

Morgens war es sehr neblig und sehr kalt an der Odergrenze. Ich kuschelte michin meinen neuen stylischen Anorak, den ich mir vor der Abreise zugelgt hatte und fror mich zum verinbarten Treffpunkt wieder um 7:00 Uhr an der Araltankstelle neben der Fahrschule in Slubice. Auf dem Weg hab ich am McDonalds halt gemacht welches auf deutscher Seite keine 50m von der Grenze entfernt ist, denn es sollte heute morgen ein BigMäc zum Frühstück sein ("Hamburger - the cornerstone of any good breakfast!" Jules Winnfield). Im gehen vorverdaut, traf ich bereits auf Tomek der guter Dinge war und wartete. Nach wenigen Zigaretten, (ja meine lieben enthaltsamen Leser, an der Grenze zu Polen wird die Zeit in Zigaretten gemessen, ich meine bei einem Preis von 1,80€ pro Schachtel ist man schneller am Feuerzeug als an der Armbanduhr) jedenfalls nach kurzer Zeit trafen dann die restlichenLeute ein: Der zweite Fahrschulwagen, mein nervöser Kollege aus dem Hotel und der Leverkusener Typ, der auch seinenMitfahrer mitbrache. Der Leverkusener wollte auch unbedingt die Strecke nach Gorzaw mit dem Auto selber fahren, um jede Sekunde der Praxis zu nutzen. Da ich Autofahren vor dem ersten Kaffe für keine gute idee halte hab ich mich entschieden dagegen ausgesprichen. Dasmuss im Preis der Fahrstunde mit drin sein zum Prüfungsgebiet gefahren zu werden. Nicht dass ihr mich falsch versteht - aber eine stunde lang Landstraße geradeaus mit 6 abiegungen kurz vor Sonnenaufgang gehört nicht unbedingt in das Reporoire dass ich mir für Montag aneignen muss, Fahrpraxis hin oder her, da mache ich doch lieber das, was ich bekanntermaßen auf jeder längeren Autofahrt mache: Schlafen - ihr kennt es ja nicht anders.


warum ist das eigentlich nicht in den Fragbögen enthalten?

Dass ich heute tolle Aufnahmen machen konnte verdanke ich allein der Ausdauer meines Ersatzakkus, den ich von Anfang der Reise benutzt hatte. Den Originalen hatte ich als reserve dabei, brauchte ihn aber noch nicht auspacken, da die Kamera anscheinend sehr genügsam war. Ich stellte aber mit erschrecken fest, dass ich das Ladegerät für diese speziellen Polymerakkus zuhause vergessen hatte. Glück im Unglück, meine interessierten Betrachter
Im Radio Zet lief gerade "It's my life" von Dr. Alban von als ich an der Prüfungsstelle aufwachte und wir für die erste zigarettenparty halt machten. Ich wollte unbedingt als erstes fahren heute, weil die Straßen um die Uhrzeit so schön leer und immernoch alles so neblig war. Ich urfte auch, Tomek gab mir den SChlüssel. Ich setzte meine richtige Brille auf, zog meinen Anorak wie immer aus und legte ihn auf den Rücksitz und gab im wahrsten Sinnedes Wortes Gas. Es war sehr schön zu fahren. Kein Stress durch die anderen (polnischen komplett falsch) Fahrer (die einen die Fehler erst begehen lassen, aber dazu später.)


Nebel in Gorzaw

Ich fuhr gelassen und konzentriert. Die Dinge, die Tomek mir Freitag mit auf den Weg gab habe ich alle beherzigt, wie das schnellere Anfahren und auch das rumgeblinke wie der Autoscooterstand. Als alles soweit korrekt war und meine erste Stunde vorbei war (ihr seht es war so gut es gibt nicht zu berichten, daher kürze ich ab!) fuhren wir zum Prüfungscenter zurück und Tomek meinte: Jetzt machen wir die Prüfungsstrecke. Er verschwand kurz bei seinem Kollegen in der Kiosk bude, der gerade Playstation 3 zockte und sich nicht beirren lies. Mit einem vorgedruckten Block kam er zurück und fing an meinen namen einzutragen. Es war ein Original Prüfungsvordruck und er machte sich neben mir mit dem Kugelschreiber bereit meine Fehler zu notiern - sollten da welche kommen.
Und so fuhren wir direkt vor die Bramme, die den Prüfungsplatz vom restlichen Strßenverkehr trennte und die heute natürlich geschlossen war. "So als ob wir jetzt Prüfung haben" meinte er. Und ich tat was jeder Fahranfänger erstmal macht: Den Wagen schon beim ERSTEN Gas geben wegen zuviel Kuppling absaufen lassen. Na super, noch keine 3 sekunden gefahren... naja. "Morgen ist Benziner, da ist das nicht so schlimm" Ah, gut der Diesel brauch aber auch wirklich seine Drehzahl sonst ist mit dem Punto nicht bestellt, musste ich selber feststellen. unter 3000 U/min war da keine Leistung zu erwarten, eigentlich traurg auf den Lader angewiesen zu sein. Gabs nicht irgendwo Konzeote für Schub im Unteren Drehzahlbereich? Wer weiss was?


Straßenbahn 1 hat die Vorfahrt zu achten

Die Strecke unterschied sich von den sonstigen Routen leicht, zumal es sehr viele bösen Fallen gab. Wir kamen an anderen unbeschränkten Bahnübergängen vorbei, ich hatte mühe rechts-vor-links-Straßen von privaten Hauseingängen zu unterscheiden oder wenn das Kommando "Auf dieser Straße bitte WENDEN" kam die wenden-Verboten Schilder erennen und weiter fahren oder hatte meine liebe Not den Straßenbahnschienen gerecht zu werden, als Haltelinie genauso wie auf den Schienenverkehr zu achten *guckumdieeckeanderA-Säulevorbei*
Hin und wieder fragte ich mich in verschiedenen Situationen wie der eine oder andere diese gemeistert hätte: Als ichüber den Bahnübergang puckelte schoß mir in die Erinnerung in den Kopf wie er Herr L über den Worringer bahnübergang mit dem Mazda rollte, ob er gas gab, wann wieviel und ob er wohl mit schleifender Kupplung gefahren ist - als ich wiedermal in einem Kreisverkehr des Todes fuhr verglich ich, ob aich auch die Übersicht vomSyd hätte, gleichzeitig zu schalten ein neuen track auszusuchen und mitder Zigarette in der Hand nach dem hochschalten die Lautstärke erneut an den Song anzupassen und was entscheidend dabei ist: mich dabei wie ein euchtturm in alle notwendigen Richtungen umschauen zu können - aber es lief alles ganz super soweit locker. Vielleicht hatte ich das fahrerische können von meiner mom geerbt, die ich für eine routinierte Fahrerin halte.
Und dann passierte es doch tatsächlich! Nachdem euer Aspahlttreuer motorisierter Pole nun die ganze Zeit so toll gefahren war und sogar für die alte Frau angehalten hat, die noch garnicht auf dem Zebrastreifen war, unterläuft mir ein entscheidender Fehler: Eine Ampel mit grünemgeradeaus-Pfeil, obwohl rot-signal, und mein fahrender Vodermann liessen mich die Halteregel vergessen und Tomek trat in die Eisen. "In Prüfung durchgefallen! Ampel ist rot! An linie unbedingt halten!" sagt er eindringlich.


Haargenau besagte Ampel, während meines Beifahrertums fotografiert

Ich hätt ins Lenkrad beißen können. So in Käse. Dabei war mir das so klar gewesen im Bruchteil der sekunde davor. Nur dachte ich, hab ja hinter dem Auto bereits gehalten. jetzt fahren wir zwei locker über die Ampel. Nene, einzeln halten, jeder für sich war gefragt. Jeder für sich, war on the streets. Mir war auch nach Bomben werfen. Hatte aber kein James Bond Stingray, der Raketenschächte statt Nebelscheinwerfer hat. *Wooosch BANG!*
Dann durfte ich noch einparken und hab ein bischen schief aber innerhlab der Linien geparkt und es gab ne Zigarttenparty auf der Seitenstraße zur Belohnung. Die anderen kamen nicht per CB-Funk wir feierten sozusagen privat. Tomek zeigte mir seine Notizen und sagte, er wäre sehr zufrieden, bis auf die Ampel und dass ich immer so langsam fahren würde. "Wenn 40 dann fahre 40, wenn 50 dann auch 50", gab er mir als Hinweis. Nun gut ich war wirklich ein Sonntagsfahrer. ^^

Ich hatte großen Spass beim fahren heute habe ich zum ersten mal GEWUSST dass ich ein Auto haben werde. Dieses Gefühl war das letzte mal so stark als ichnoch nicht von irgendeinem Straßenverkehrsamt wusste. Es ist wieder da. Nun gesellt sich zu meiner Zuversicht auch dieses Warme, benzingetriebene Gefühl. AUTO, eigentlich toll. Ferner rief meine Mom an und wollte mal so hören wies läuft weil sie irgendwie am Blog vorbeigeschliddert war. Sie wünschte mir naoch alles gute und viel Erfolg morgen, und das meine Freunde ann ich wirklich gut brauchen und wie ich das Glück steigere liste ich vielleicht im Epilog dieses Blogs auf, zusammen mi den Danksagungen, sollte es klappen. Natürlcih klappt es, keine Frage wird es laufen, aber man schreibt sowas nicht vorher. Das cover macht man ja auch immer zum Schluss.


Jazzclub



Mit erfolgreichem Gefühl im Bauch traf ich mit Darius und plante den weiteren Verlauf des Tages mit ihm. Wir wollten einem Studienkollegen von ihm treffen, der jtzt auch nach Frankfurt zieht und heute mit dem Umzugswagen unterwegs ist. Da die Entfernungen klein sind machten wir uns zu Fuß auf und hatten einige Impressionen von Frankurt, die ich euch, meine treuen Zeilenüberspringer, natürlich nicht vorenthalten möchte:


Plattenbausiedlung

Zwischen den Häusern

Darius steht über den Dingen

Wir habenihn endlich gefunden:

Ein Fortbewegungsmittel plus Ölwanne und Teile daneben - ich hab irgendwo den Herrn L vermutet

Basic Broadcast Zweigstelle Brandenburg...

Seitenstraße mit einem Auto, dass ich mir in der Tat GENAUSO vorstellen kann in Zukunft.

Darius präsentiert sein Frankfurt

Dann sind wir noch in einem netten Lokal eingekehrt und haben unser Nahrungsgrundbedürfnis gestillt mit Ofenkartofel für mich und Käsespätzle für ihn. Lecker Capuccinoobendrauf gießen und im Hof zigaretten rauchen mmh lecker. Das lokal war mit alten Möbeln ausgestattet, die wirklich edel und bequem waren.


Darius wollte eigentlich nur eine Suppe und checkt die Speisekarte

Kein Grund schon zu gehen, wir warten auf Adams Anruf

Mit leerem Magen arbeitet sich schlecht also lecker ham ham

Und ich sag noch, NICHT DASS DIE SCHEIBE REFLEKTIERT...

Und dann gings eigentlcih schon Richtung Adams neuer Wohnung. Die Truppe sollte jeden Moment eintreffen und wir würden ein bischen helfen mit dem reintragen und so. Darius und ich waren schon zemlich down von den Ostbauten, die eigentlich nur aus Beton und Wellblech-verkleidungen bestandenund alles blääterte häßlig ab, da mussten wir feststellen dass es wohl kaum anreiz gebe hier freiwillig zu wohnen, denn selbst die Mieten liegen im Schnitt noch sehr hoch. Der Anreiz der Stadt ein Begrüßungsgeld für Zuziehende in Höhe von ca. 240€ springen zu lassen reicht oft nicht für einen Monat warmmiete aus egal wie wenige zimmer oder wie "studentisch" man wohnt. Adam hat es allerdings sehr gut angetroffen. Neben der tatsache dass er eine Erdgeschosswohnung einer er Brecherbauten hat, ist sie sehr geräumig, hat eine abgetrennte Küchenzeile von Wohnraum und Flur und ein picobello renoviertes Bad wo man in der Dusche allein hätte eine Party feiern können. Er hatte allerdings soviel Kram aus Berlin mitgebracht, dass der Hausflur mit zum Mietraum erklärt wurde, wenn auch nur vorübergehend.


Abtransport - mit den vielen Leuten schnell gemacht

Der Dschungel im treppenhaus inmitten die Wellkartongebirge

Auf den einzug wurde angestoßen, euer verehrter Prüfling schwor aber ab

schnell noch bett und schrank aufgebaut und Adam konnte seine Wohnung sogar nutzen

Letztlich sitze ich jetzt hier schreibe an dem Blog und freue mich morgen auf die Cartharsis. Es wird sicherlich spannend werdenund die härteste Prüfung wird sein, dass es alles sogar NOCHFRÜHER beginnt als sonst: um 6:00Uhr an der Araltankstelle! OMG


Euer Freund auf der anderen seite von Deutschland











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